Data Analysis

Ladengeschwindigkeit und Konversion:
keins ohne das andere

Der Ladezeit einer Website wird auf Anbieterseite oft keine Beachtung geschenkt. Zu schade, denn sie hat einen enormen Einfluss auf die Konversionsrate.

Eine schlechte User Experience

Heutzutage will jeder alles und zwar sofort. Im Web brechen Nutzer sogar ihre Suche ab, wenn eine Website sich nur mit Verzögerung aufrufen lässt. Eine Studie von Akamai und Forrester hat ergeben, dass 47 % der User erwarten, dass eine Seite in weniger als 2 Sekunden geladen wird.⏰

In der Regel müssen User erst mehrere Seiten aufrufen, um zum Ziel zu kommen und damit die Konvertierung abzuschließen. Bei längeren Ladezeiten verlieren die Nutzer oft die Geduld und verlassen die Website, bevor es zur Konversion kommt. Oft noch schlimmer ist, dass diese User üblicherweise nie wieder zurückkommen. 40 % der im Rahmen der Akamai-Forrester-Studie befragten Online-Einkäufer gaben an, dass sie eine E-Commerce-Site verlassen, wenn der Aufruf des Online-Shops länger als 3 Sekunden dauert. 52 % von den befragten Nutzern gaben sogar an, dass die Zeit, die zum Laden einer Website benötigt wird, ihre Loyalität beeinflusst –Geduld hat offensichtlich ihre Grenzen. 😤

Welche Folgen längere Seitenladezeiten haben können, lässt sich sehr gut an den großen E-Commerce-Playern zeigen. Ich muss zugeben, dass mich die folgenden Zahlen wirklich überrascht haben, denn dieses Ausmaß hatte ich nicht erwartet. Amazon zum Beispiel würde 1,6 Milliarden Dollar an Einnahmen verlieren, wenn die Homepage nur eine einzige Sekunde Ladezeit mehr in Anspruch nehmen würde. Und Walmart könnte 2% mehr Konversionen pro Sekunde verringerte Ladezeit erreichen. Ebenso verzeichnete Mozilla Firefox einen Anstieg der Conversions um satte 15,4 %, was durch eine um 2 Sekunden schnellere Ladezeit erreicht wurde.

Eine schlechte Online-Präsenz

Um eine Konversion überhaupt erst möglich zu machen, müssen die User zuerst auf die Website gelangen. Dafür – auch wenn es uns nicht gefällt – gehen heutzutage so gut wie alle Nutzer über die Suche in Google. Der Riese aus Mountain View berücksichtigt die Ladezeit der Seiten in seinem Ranking-Algorithmus. In einer Backlinko-Studie wurden mehr als eine Million Domains analysiert. Die Ergebnisse sprechen für sich: Domains mit einer schnelleren Ladezeit erreichen durchschnittlich höhere Positionen im Google-Ranking. Und um ganz oben in der Suchergebnisliste aufzutauchen, dürfen Seiten eine Ladezeit von zwei Sekunden nicht überschreiten.

Natürlich erscheinen auch immer noch Websites mit relevanten Inhalten und einer längeren Ladezeit ganz oben in den Suchergebnissen von Google, aber da die Ladezeit auch die Nutzererfahrung beeinflusst, sollte dieser Faktor unbedingt Berücksichtigung finden.

Weniger mobile Benutzer

Ob im Zug, beim Friseur oder im Wartezimmer des Arztes, mobile Nutzer haben es scheinbar immer eilig. Sie scrollen schnell durch die Informationen auf ihrem Smartphone und wollen noch schneller surfen als auf ihrem Computer. Darüber hinaus kauft heute schon jeder Zweite über ein Smartphone, bei den 14- bis 29-jährigen sind es sogar 78%.

Wenn die Ladezeit einer mobilen Website zu lang ist, brechen mobile Nutzer oft schnell ab. Laut der Studie von Akamai und Forrester verlassen 53% der mobilen User eine Seite, wenn das Laden länger als drei Sekunden dauert. In der folgenden Grafik wird anschaulich gemacht, welche Auswirkungen bereits einige Millisekunden auf die Abbruchrate haben können. Mobile Shops mit einer durchschnittlichen Ladezeit von 2,4 Sekunden erreichten die höchste Konversionsrate von 1,9%. Kurz zusammengefasst: Längere Ladezeiten führen zu einer geringeren Konversion. Eine einfache und dennoch verblüffende Erkenntnis!

Wollen Sie wissen, wie lange Ihre Website braucht, um vollständig geladen zu sein? Dann machen Sie den Test. Die kostenfreien Tools Google PageSpeed Insights oder Pingdom analysieren die Ladezeit Ihrer Website. Und falls Sie noch mehr wissen wollen, dann lassen Sie uns darüber reden.😉

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